Philipp Stephan, act legal: „Der AI Act ist seit August 2026 in seinen Transparenzpflichten anwendbar und stellt die gesamte Branche vor neue Herausforderungen.”

Philipp Stephan, Rechtsanwalt bei act legal Österreich, hält einen Vortrag im Speakers Corner der MARKETING X, die am 13. und 14. Oktober in Wien stattfinden wird. Im Interview liefert er spannende Insights. JETZT Tickets sichern!

Am 13. und 14. Oktober findet zum dritten Mal die MARKETING X statt. Was hältst du generell von der Idee, eine Konferenz wie diese abzuhalten?

Philipp Stephan: Gut und wichtig – gerade jetzt. Der AI Act ist seit August 2026 in seinen Transparenzpflichten anwendbar und stellt die gesamte Branche vor neue Herausforderungen. Eine Konferenz wie die MARKETING X bringt genau die Akteure zusammen, die im Alltag gemeinsam Lösungen finden müssen: Agenturen, Auftraggeber, Publisher und Technologieanbieter. Für mich als Rechtsanwalt ist der direkte Austausch mit Marketing-Profis besonders wertvoll – denn gute rechtliche Beratung setzt voraus, dass man die Praxis versteht, nicht nur die Norm.

Du hältst am ersten Tag im Speakers Corner den Vortrag „KI-Kennzeichnungspflicht: Was muss in Marketing und Werbung wie gekennzeichnet werden und was nicht?“. Was darf sich das Publikum davon erwarten?

Stephan: Der Vortrag gibt – ausgehend vom gemeinsamen Memo von iab austria und act legal Austria – einen praxisnahen Überblick zu den neuen KI-Kennzeichnungspflichten nach dem AI Act: Was muss wirklich sichtbar gekennzeichnet werden – und was nicht? Muss zum Beispiel ein mit KI retuschiertes Werbefoto ein Label tragen? Außerdem beleuchte ich die Verantwortlichkeiten von Agentur, Auftraggeber und Publisher und gebe praktische Empfehlungen, wie sich alle Beteiligten vertraglich absichern können. Mein Ziel ist es, Klarheit zu schaffen in einem Bereich, der viele in der Branche noch verunsichert.

Auf welchen Programmpunkt freust du dich am meisten bei der MARKETING X?

Stephan: Besonders gespannt bin ich auf die Podiumsdiskussion „KI-Implementierung im Marketing: Welche Stolpersteine lauern am Weg zur strukturierten KI-Nutzung?” am zweiten Konferenztag. Dort wird u.a. über fehlende Strategien, Datenschutzfragen und unrealistische Erwartungen an die Technologie diskutiert – alles Punkte, die auch aus rechtlicher Sicht hochrelevant sind und bei der Implementierung von Prozessen zur Einhaltung der Kennzeichnungspflichten unbedingt berücksichtigt und soweit möglich vorab beantwortet werden sollten.

Welche spannenden Insights erwartest du dir von den beiden Konferenztagen?

Stephan: Das Programm spannt einen weiten Bogen – von strategischer Markenführung über datenbasierte Entscheidungsfindung bis hin zur konkreten KI-Implementierung im Marketing-Alltag. Mich interessiert vor allem, wie Unternehmen und Agenturen in der Praxis mit den neuen Spielregeln umgehen, die sich aus dem AI Act und den Transparenzpflichten ergeben. Die Diskussion darüber, wie sich die Rollenverteilung zwischen Unternehmen und Dienstleistern verändert, trifft den Kern dessen, was auch rechtlich spannend ist: Wer ist Anbieter, wer Betreiber, wer trägt die Verantwortung? Ich erwarte mir konkrete Einblicke in die Praxis, die mir helfen, unsere rechtliche Beratung noch gezielter an den tatsächlichen Herausforderungen der Branche auszurichten.

Alle Programmdetails und Tickets sind unter www.marketingx.at abrufbar. Der reguläre Ticketpreis beträgt 390 Euro netto für einen Tag beziehungsweise 590 Euro netto für beide Tage.